Erster Tag der Familiengeschichte in Dortmund weckte Spaß und Freude an der Ahnenforschung!
„Wenn auch nur ein einziger Besucher kommt, dann bin ich zufrieden!“ Diese Prognose des Mitorganisators des „Tages der Familiengeschichte“ in Dortmund am Samstag, dem 27. Juni 2026, Georg Palmüller, sollte sich nicht bewahrheiten. Trotz der enormen Hitze von +40 Grad im Schatten kamen viele Interessierte in die klimatisierten Räumlichkeiten nach Brünninghausen, um sich zu informieren, zu forschen und Forschungserfolge gemeinsam zu feiern! Der „Tag der Familiengeschichte“ wurde trotz der widrigen Wetterumstände zu einem Erfolg!
Von Georg Palmüller
„Das ist ein richtiges Genealogentag-Feeling“, so der Area Manager Europa von FamilySearch, Torsten Kux, der mit zwei weiteren Kollegen und viel Equipment von der FamilySearch-Europazentrale in Frankfurt aus nach Dortmund-Brünninghausen angereist war. Der Veranstalter des Genealogie-Events, das FamilySearch-Center Dortmund, hatte für das Gefühl gesorgt, dass die erste Ausgabe des „Tages der Familiengeschichte“ den größeren Genealogentagen in Deutschland in kleinerer Form nicht nachstand.
Das Banner am Veranstaltungsort wies schon einige Zeit vorher auf das Event zur Familiengeschichtsforschung hin.
Den interessierten Besuchern erwartete ein spannendes Programm rund um das faszinierende Hobby der Ahnenforschung.
Es gab eine Ausstellungshalle mit Informationsständen verschiedener genealogischer Vereine, Organisationen und Einzelpersonen, die sich den interessierten Besucherinnen und Besuchern präsentierten. Darunter zum Beispiel FamilySearch, die Genealogisch-heraldische Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund e. V., der Ahnenforscher Stammtisch Unna, der Verein für Computergenealogie (CompGen), der Historische Verein Herne-Wanne-Eickel und auch die Familienkundliche Vereinigung „Mosaik“ aus Kleve. Dazu gesellten sich auch die Gruppe von „Ahnst du schon ...“, die kostenlose genealogische Workshops in der Stadtbibliothek Duisburg anbietet, die Selbsthilfegruppe „Kriegsenkel Dortmund“ sowie Einzelpersonen, die ihre Projekte, wie zum Beispiel die Erstellung von Ortsfamilienbüchern und Familienchroniken präsentierten und für Inspiration sorgten. Auch Jan Escholt war mit seiner Genealogie-Software "Familienbuch 6.0" vertreten und führte es den Interessierten gerne vor.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des FamilySearch-Centers Dortmund, Wilfried Unverricht, ging es los! Dabei betonte er auch die Kooperation mit der Genealogisch-heraldischen Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund e. V., die für beide Seiten großartige Vorteile für Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher bringt.
Der Ausstellungssaal mit den Informationsständen von Vereinen, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen erzeugte ein "Genealogentag-Feeling"!
Die Besucherinnen und Besucher konnten sich über verschiedenste Aktivitäten der Aussteller informieren und dabei mit den Standbetreuern ins Gespräch kommen.
Der Ahnenforscher Stammtisch Unna war mit von der Partie und informierte über sein Angebot von genealogischen Online-Veranstaltungen.
Im kühlen Untergeschoss gab es von 11.00 bis 15.00 Uhr fünf Vorträge, die von „Familienforschung für Einsteiger“ mit Norbert Mende von den Familienforschern aus dem östlichen Münsterland, der hoch interessanten Familiengeschichte „Mama, Mama, der Papa!“ mit Friedhelm Redlich aus Münster, dem lokalen Beitrag „Die Dortmunder Friedhöfe im 19. Jahrhundert“ mit Rolf Drewes bis hin zur Nutzung der „NSDAP-Mitgliederkartei“ und den „Berleburger Weinkaufbüchern“ mit Günter Junkers und Georg Fertig vom Verein für Computergenealogie reichten und jedes Mal ein interessiertes Publikum fanden.
Norbert Mende vom Arbeitskreis Familienforschung östliches Münsterland e. V. begann die Vortragsreihe im kühlen Untergeschoss des Veranstaltungsgebäudes mit seinem Vortrag "Einstieg in die Familienforschung". Er beschrieb die Systematik des Vorgehens von der Zusammenstellung der schon vorhandenen Informationen, Gesprächen mit Verwandten, Bemühung der Standesamtsregister, der Kirchenbücher und anderer familiengeschichtlicher Quellen.
Das Motto der Veranstaltung lautete: „Entdecke deine Familiengeschichte“. Frei nach diesem Motto nutzten Besucherinnen und Besucher die gebotenen Möglichkeiten. FamilySearch hatte im Eingangsbereich des Gemeindehauses der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage eine Reihe mit PC-Arbeitsplätzen aufgebaut, an dem Interessierte selbst nach ihren Vorfahren forschen konnten. Weitere Hilfestellung bot Dortmunds beliebter Ahnenforschertreff, die „Roland-Werkstatt für Familienforschung“ vom Roland zu Dortmund, der außerhalb der Schulferien NRW regelmäßig monatlich im FamilySearch-Center Dortmund stattfindet. Natürlich stand das FamilySearch-Center im Untergeschoss jedem familiengeschichtlich Interessierten offen. Teilweise war dort kaum noch ein PC-Arbeitsplatz frei. Der Leiter des Centers, Wilfried Unverricht, kam trotz der angenehmen Kühle der Räumlichkeiten bei der Betreuung der Familienforscherinnen und -forscher gehörig ins Schwitzen. Nach den Vorträgen gab es immer wieder kurze Führungen durch das Center, die bei vielen neugierigen Besuchern zu Erstaunen führte. „Ich hätte nicht erwartet, dass es so etwas hier in Dortmund gibt!“, war ein begeisterter Kommentar ob des Ahnenforscher-Paradieses.
"Entdecke deine Familiengeschichte!", lautete das Motto der Veranstaltung. FamilySearch hatte eine Reihe von PC-Arbeitsplätzen zum betreuten Selberforschen in Datenbanken in digitalisierten Forschungsquellen im Eingangsbereich aufgebaut.
Wer dort keinen Platz mehr fand, könnte im Leseraum des FamilySearch-Centers im gut gekühlten Untergeschoss mit Glück noch einen Forschungsplatz finden!
Im FamilySearch-Center stand der Leiter Wilfried Unverricht helfend und beraten zur Verfügung. Als pensionierter Geschichts- und Geografielehrer gründete er das Center im Jahre 1989 und seine Begeisterung machte ihn zu einem wandelnden Ortslexikon für die ehemaligen deutschen Ostgebiete. Schnell rekrutierte er damals weitere Mitarbeiter aus seinem Verwandtenkreis, zu denen dann noch weitere Ahnenforscher stießen. So auch Georg Palmüller, der nunmehr seit 36 Jahren ehrenamtlich als Mitarbeiter tätig ist. Ergänzt werden die Mitarbeiter durch Mitglieder der Genealogisch-heraldischen Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund e. V., die den Hilfe suchenden Ahnenforschern begeistert hilfreich zur Seite stehen und so die Öffnungszeiten mittwochs von 10 bis 14 Uhr, donnerstags von 10 bis 21 Uhr und freitags von 14 bis 21 Uhr sicherstellen.
Zeitgleich fand auch Dortmunds beliebter Ahnenforschertreff, die "Roland-Werkstatt für Familienforschung" statt, die regulär an jedem vierten Freitag im Monat eine große Zahl Interessierter aus Nah und Fern ins FamilySearch-Center zieht.
"Bei der Roland-Werkstatt hilft jeder jedem!", so Elke Mehlmann vom Roland (rechts im Bild). Sie betreute die Besucherinnen und Besucher bei der Suche nach den Vorfahren an diesem Samstag.
Die Ehefrau des Leiters des FamilySearch-Centers Dortmund, Sigrid Unverricht, sorgte für das leibliche Wohl aller Anwesenden mit kleinen Häppchen, Früchten und Süssigkeiten.
In der gemütlichen Plauderecke konnten man eine kleine Pause einlegen und sich für die weitere genealogische Forschungsarbeit stärken.
Der erste „Tag der Familiengeschichte“ in Dortmund war trotz der großen Hitze rundum gelungen. Das FamilySearch-Center als Veranstalter, mit seinen Organisatoren und Helfern hatte ganze Arbeit geleistet, um dieses Event zusammen mit den Ausstellern, den Vortragenden, dem Roland zu Dortmund und den bei der Forschung Helfenden zu einem Erlebnis für die familiengeschichtlich Interessierten zu machen. Allen Beteiligten und Besuchern sei ein großer Dank ausgesprochen. Die Vorfreude auf die nächste Ausgabe des „Tages der Familiengeschichte“ in Dortmund begleitete sie nach dem Schluss der Veranstaltung um 15.00 Uhr auf den Heimweg.
Hier die Adresse und die Öffnungszeiten des FamilySearch-Centers:
FamilySearch-Center Dortmund, Carl-von-Ossietzky-Straße 5, 44225 Dortmund-Brünninghausen
E-Mail: [email protected]
Mittwochs von 10.00 bis 14.00 Uhr,
donnerstags von 10.00 bis 21.00 Uhr,
freitags von 14.00 bis 21.00 Uhr.
An Feiertagen und während der Schulferien NRW geschlossen!














