Vortrag über neue Möglichkeiten in der Ahnenforschung sorgte für ein volles Haus!

Nancy Myers und Georg Palmüller vom Ahnenforscher Stammtisch Unna referierten im Stadtarchiv Soest!

Das Interesse am Vortrag stellte die Vertreter des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest e. V. vor Probleme. Hatten sie doch schon im Vorfeld für eine größere Bestuhlung im Vortragssaal des Stadtarchivs Soest gesorgt, mussten sie feststellen, dass dieses bei Weitem nicht ausreichte. Es mussten mehr Stühle herangeschafft werden, damit jeder Interessent einen Sitzplatz einnehmen konnte. Zuletzt passte kein weiterer Stuhl mehr in die Räumlichkeit. So begann der Vortragsabend mit einer Verspätung von 15 Minuten, aber dann ging es los.

 

Von Georg Palmüller

 

Das Thema des Vortrages von Nancy Myers und Georg Palmüller vom Ahnenforscher Stammtisch Unna lautete: „Neue Möglichkeiten in der Ahnenforschung“ und erregte das Interesse vieler interessierter Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher, die am Donnerstag, dem 12. Februar 2026 gegen 18.00 Uhr in den Vortragssaal des Soester Stadtarchivs an der Niederbergheimer Straße in Soest strömten.

 

Mit den Worten „Was wir Ihnen heute hier vorstellen kann nur ein Überblick sein, da man aus jedem einzelnen Thema einen eigenen abendfüllenden Vortrag machen könnte. Wir stellen nur vor. Wer von Ihnen was und wie davon nutzen möchte oder nicht, bleibt einzig und allein die Entscheidung jedes einzelnen!“ begann Georg Palmüller den Vortragsabend und stellte zunächst sich selbst und seine Ehefrau Nancy Myers vor.

 

Der Vortrag umfasste die Themenbereiche „Gemeinsam forschen statt allein“, „Archive vom Wohnzimmer aus“, „Vernetzt über Ländergrenzen hinweg“, „Wenn Gene Hinweise liefern“ und „Künstliche Intelligenz als wichtige Hilfe“.

Nancy Myers und Georg Palmüller vom Ahnenforscher Stammtisch Unna referierten.

Blick aus der Mitte des Vortragssaals.
(Foto: Stephan Morbach)


Zu jedem Thema brachten die Referenten des Ahnenforscher Stammtisches Unna Beispiele auf die Leinwand, teilweise mit verblüffenden Ergebnissen.

 

Sie appellierten für das gemeinsame Forschen von Familienmitgliedern oder anderen Forscherfreundinnen und -freunden, da man gerade in der heutigen Zeit der rasanten Entwicklung von im Internet veröffentlichten genealogischen Forschungsquellen bei der alleinigen Bewältigung der Erforschung seiner eigenen Familiengeschichte und der Erstellung eines eigenen Familienstammbaums nicht mehr all zu weit kommt. „Niemand kann mehr alles wissen und kennen!“, so Georg Palmüller. „Nur mit Hilfe der Ahnenforscher-Gemeinschaft kommt man weiter!“

Die Referenten hatten fünf Themenbereiche ausgewählt, die sie vorstellten.

Darunter auch die Möglichkeiten, die genealogische Online-Plattformen bieten.


Die Reise durch die neuen und modernen Möglichkeiten in der Ahnenforschung setzte sich über Forschungsmöglichkeiten fort, die man von zu Hause aus nutzen kann, der weltweit möglichen Vernetzung mit anderen, durch die man sein Wissen erweitern und Hilfe bekommen kann über die DNA-Genealogie bis hinzu zum Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Arbeits- und Zeitersparnis für die eigene Forschung.

Suchen, Finden und mit etwas Glück auf sofort das Digitalisat der Forschungsquelle.

"Archive vom Wohnzimmer aus", wie hier am Beispiel der Archive in Nordrhein-Westfalen im Archivportal NRW.


Gerade die beiden letzten Themen sind ziemlich neu und sind auch Gegenstand kontroverser Diskussionen, so der Referent. Dabei zeigte Georg Palmüller auf, wie diese Möglichkeiten ihm selbst Erfolge und Überraschungen bescherten. 

 

„Im Fall der künstlichen Intelligenz können wir uns wie die älteren Teilnehmer unter uns fühlen, die Augenzeugen der ersten bemannten Raketenstarts in den Weltraum Anfang der 60er Jahre wurden. Wir erleben jetzt und hier die Geburt und die ersten Kinderjahre der KI! Wer weiß, wie sich die KI in den nächsten 10, 15 oder 20 Jahren entwickeln wird. Zum Positiven oder zum Negativen für uns alle. Deshalb sollten wir uns jetzt schon mit der KI beschäftigen und wenn wir erstmal nur damit ‚spielen‘!“, so der Referent. Dann zeigte er Beispiele auf, wie ihm die KI bei seiner genealogischen Forschungsarbeit hilft. „Die KI ist mein persönlicher Assistent. Durch ihre Hilfe im Rahmen meiner Ahnenforschung kann ich Arbeit und Zeit sparen, die ich für die direkte Forschungsarbeit sinnvoller und effektiver nutzen kann! Aber immer bedenken, dass man von der KI im jetzigen Entwicklungsstadium noch keine Wunder erwarten kann und die Ergebnisse Fehler aufweisen können!“

Seit dem Versammlungsverbot aufgrund der CoVid-Pandemie im März 2020 sind genealogische Online-Veranstaltungen in der Genealogie-Szene in Deutschland fest etabliert.

"Wir erleben gerade die Geburt und die Kinderzeit der künstlichen Intelligenz!", so die Referenten.


Am Ende der Reise durch die neuen Möglichkeiten lautete das Fazit des Vortragenden: „Bei der Nutzung aller der vorgestellten Möglichkeiten bleiben wir Ahnenforscher entscheidend! Wir entscheiden, welche Ergebnisse wir für unseren Familienstammbaum nutzen, die uns diese Möglichkeiten bescheren!“

 

Ein Besucher der Veranstaltung fasste den Abend in einem Posting auf Facebook wie folgt zusammen:

 

"Auswärtsspiel" des Ahnenforscher Stammtisch Unna in Person von Nancy Myers und Georg Palmüller vor vollem Haus in Soest: ein Plädoyer für die Zusammenarbeit bei der Familienforschung, ein guter Überblick über die digital verfügbaren Möglichkeiten, eine kurze Darstellung der DNA-Genealogie mit verblüffenden Ergebnissen und zum Abschluss eine erste Einschätzung des Einsatzes von KI in der Genealogie ergaben einen rundum gelungenen Abend. Besten Dank dafür an die Referenten und die Gastgeber.“

Ahnenforschung gemeinsam erleben!