Stammtisch feierte mit vielen Forscherfreundinnen und -freunden aus Nah und Fern!
„Als wir den Ahnenforscher Stammtisch Unna am Donnerstag, dem 11. Januar 2001 mit 12 Teilnehmern gründeten, hätten wir nie daran gedacht, dass er nach 25 Jahren immer noch bestehen würde! Und das erfolgreicher als je zuvor!“, so Georg Palmüller, einer der Gründer. Es ist wirklich eine großartige Erfolgsgeschichte, die im Jubiläumsjahr 2026 gebührend gefeiert werden soll. Das „Online-Geburtstagsständchen“ am Sonntag, dem 11. Januar 2026 auf Zoom bildete den Auftakt.
Von Georg Palmüller
Viele Freundinnen und Freunde des Ahnenforscher Stammtisches Unna folgten der Einladung zum „Geburtstagsständchen“ und das noch an einem ungewöhnlichen Wochentag für eine Online-Veranstaltung, nämlich an einem Sonntagabend.
Georg Palmüller begrüßte den internationalen Teilnehmerkreis, der zur Feierstunde zusammengekommen war und begann den Abend mit einem reichlich bebilderten Rückblick auf 25 Jahre. „Das sind nur einige der Meilensteine des Stammtisches, sonst würde die Präsentation zwei Stunden dauern!“, so Georg.
Er begann mit einem Hinweis auf den damaligen Ortsheimatpfleger von Unna-Massen, Dr. Peter Kracht (1956 - 2022), der seinen Genealogiekurs an der Volkshochschule Unna an seine Teilnehmer Nancy Myers und Georg Palmüller vererbte. Diese brachten im Jahr 2000 etwas ganz Neues ins Programmheft: „Ahnenforschung im Internet“! Ein Thema, das viele Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher zu einer Teilnahme am Kurs bewog. Aus dieser Gruppe heraus bildete sich am Donnerstag, dem 11. Januar 2001 ein Treffen von 12 Personen im Cafe „Zur Alten Post“ am Markt in Unna-Königsborn, bei dem der Ahnenforscher Stammtisch Unna gegründet wurde.
"Meilensteine einer Erfolgsgeschichte". Georg Palmüller stellte einige davon zusammen und präsentierte einen reichlich bebilderten Rückblick auf 25 Jahre.
Der erste große Erfolg! Durch die Unterstützung des Ahnenforscher Stammtisches fand ein Teilnehmer seinen Halbbruder in Süddeutschland. Die Presse vor Ort und in Unna berichtete darüber.
Bewusst nicht als Verein, sondern als einfacher Treffpunkt ohne jegliche Mitgliedschaft oder Verpflichtung für Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher mit Vorfahren aus Deutschland und den ehemaligen deutschen Ostgebieten konzipiert, zog der regelmäßige monatlich stattfindende Treff immer mehr Interessierte an.
Nachdem das Cafe in Königsborn zu klein wurde und der Stammtisch in das Hotel Massener Heide in Unna-Massen umzog, waren auch Vortragsabende und Internetnutzung möglich, was für einen weiteren Schub sorgte. Als dann auch noch eine eigene Homepage im Internet online ging, wurde der Ahnenforscher Stammtisch Unna auch überregional bekannt und Interessierte nahmen sogar stundenlange Anfahrten in Kauf, um die Treffen zu besuchen.
Aber auch dieses Domizil war dem Anstieg der Interessenten nach einiger Zeit nicht mehr gewachsen und ein weiterer Umzug wurde notwendig. Der Stammtisch zog mit seinen Treffen in das benachbarte Landhaus „Massener Heide“ und traf im Jahr 2017 eine folgenreiche Entscheidung. Nämlich die, seine Vortragsabende über Facebook live in die Welt zu übertragen! „Silvia da Silva war das Versuchskaninchen!“, so Georg in seinem Bericht. „Die Vorstellung von MyHeritage erreichte nun jeden Interessierten, egal, wo er sich gerade auf der Welt befand.“
Kaum zu glauben, aber wahr! Die erste weltweite Übertragung eines Vortragsabends des Stammtisches aus dem Landhaus "Massener Heide" in Unna-Massen erfolgte mit einem alten iPhone 6s mit einem Standfuß aus dem Pappkern einer Toilettenpapierrolle über Facebook live!
Beim Tag der offenen Tür des Stadtarchivs Arnsberg im ehemaligen Kloster traten die Betreuer des genealogischen Infostandes des Ahnenforscher Stammtisches Unna standesgemäß als Mönche auf. "So mancher Besucher war der Meinung, wir seien echte Mönche gewesen!", so Georg Palmüller.
Höhepunkt war der Besuch des einzigen Professors für Namenskunde (Onomastik), Jürgen Udolph, der aus Presse, Funk und Fernsehen wohlbekannt ist. Dieser verfolgte die Aktivitäten des Stammtisches schon längere Zeit und schlug die Einladung, einen Vortrag zum Thema, wie die Familiennamen entstanden und was sie bedeuten, nicht aus.
Dann kam im März 2020 aufgrund der unsäglichen Corona-Pandemie ein Lockdown mit einem Versammlungsverbot, dessen Ende nicht absehbar war. Bedeutete das das Ende des Ahnenforscher Stammtisches Unna?
Nancy Myers überredete ihren zögernden Ehemann Georg Palmüller, die Stammtischtreffen online auf der Webmeeting-Plattform „Zoom“ im Internet fortzusetzen. „Ich zögerte deshalb, weil ich mir nicht denken konnte, dass jemand daran teilnehmen würde. Außerdem war das für uns absolutes Neuland und ich hatte keine Motivation, so etwas anzupacken!“, so der Mitgründer des Stammtisches. Nancy Myers ließ nicht locker und so lud der Ahnenforscher Stammtisch Unna am Donnerstag, dem 2. April 2020 zu seinem ersten Zoom-Meeting ein.
Eine Entscheidung, die ein weiterer ungeahnter Meilenstein wurde. Hunderte Teilnehmer aus aller Welt loggten sich ein und sorgten für einen weltweiten Bekanntheitsgrad der Unnaer. Andere genealogische Vereine, wie die Genealogisch-heraldische Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund, die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) oder Familia Austria aus Wien wurden vom Ahnenforscher Stammtisch Unna durch tatkräftige Unterstützung mit ins „Online-Boot“ geholt. Dies blieb nicht unbemerkt und so kam ein Stein ins Rollen, der die Art und Weise genealogischer Veranstaltungen für immer positiv veränderte: die in der deutschen Genealogie-Szene mittlerweile fest etablierten Online-Veranstaltungen, an denen weltweit jeder Interessierte teilnehmen kann.
Ein ungeahnter Höhenflug begann mit dem Umzug ins Internet auf Zoom, als das Versammlungsverbot aufgrund der Corona-Pandemie im März 2020 in Kraft trat. Der Ahnenforscher Stammtisch Unna wurde weltweit bekannt.
Auch seit dem Ende der Pandemie ist der Ahnenforscher Stammtisch Unna auf jeder größeren Genealogie-Veranstaltung in Deutschland mit einem Infostand vertreten und lässt Interessierte aus aller Welt virtuell über Zoom teilhaben.
Plötzlich wurden große genealogische Online-Events, wie zum Beispiel die jährlich stattfindende „Genealogica“ geboren und auch die weltgrößte genealogische Messe „RootsTech“ von FamilySearch schaltete auf „virtuell“ um. Der Ahnenforscher Stammtisch Unna beteiligte sich fortan aktiv mit virtuellen Infoständen und Vortragsangeboten. Als der Lockdown endete und auch persönliche Treffen wieder möglich wurden, blieben die Online-Veranstaltungen ein fester Bestandteil der Genealogie-Welt und der im Jahr 2001 klein angefangene Unnaer Stammtisch erlebte einen Höhenflug, der seinesgleichen sucht und wurde weltweit bekannt und beliebt. Auch heute noch finden viele an der Ahnenforschung Interessierte aus anderen Teilen der Welt den Weg zu den Onlinetreffen. Der Name „Unna“ ist sogar auch im letzten Winkel Brasiliens bekannt.
Dieser Rückblick sorgte beim „Online-Geburtstagsständchen“ bei dem einen oder anderen Teilnehmer, darunter auch einige „Urgesteine“ des Stammtisches für große Emotionen.
Denn nach dem Rückblick meldeten sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort, um zu erzählen, wie sie zum Stammtisch gefunden haben und was ihnen die Online-Treffen bedeuten. Ein Teilnehmer bedankte sich mit Tränen in den Augen für die geleistete Arbeit, die auch dem Partner-Verein „Roland zu Dortmund“ zugute kommt, der dadurch einen ähnlichen Höhenflug erlebte. „Ihr seid unsere Mentoren!“, meinte Günter Ofner, der Motor des größten genealogischen Vereins in Österreich, „Familia Austria“, der durch die Unterstützung des Ahnenforscher Stammtisches Unna während des Lockdowns ebenfalls ein ganz populärer Online-Treffpunkt auf Zoom, mit zeitweise über 300 internationalen Teilnehmern wurde und auch jetzt noch ist. Auch Gunnar Nebelung von der Genealogischen Gesellschaft Hamburg meldete sich zu Wort: „Ihr seid unser Vorbild! Durch euch sind wir auch online unterwegs!“
So wurde aus dem geplanten „Online-Geburtstagsständchen“ am Sonntag eine über dreistündige virtuelle Zusammenkunft mit netten Gesprächen, Erinnerungen und Rückblicken auf 25 Jahre „Ahnenforscher Stammtisch Unna“. Eine ganz besondere Online-Veranstaltung, die in das Geschichtsbuch des Stammtisches Einzug finden wird.
„Aber das war nur der Auftakt im Jubiläumsjahr!“, meinte Georg Palmüller. „Bucht schon mal eure Flüge! Denn am Samstag, dem 18. Juli 2026 findet die große Jubiläumsfeier irgendwo in Unna und Umgebung statt! Der genaue Ort wurde noch nicht festgelegt!“ Alle Freundinnen und Freunde des Stammtisches aus Nah und Fern sind dazu eingeladen!
„Auf die nächsten 25 Jahre!“ lautete die letzte Folie der Präsentation des Rückblicks. Das wünschen wir uns alle!
